Über mich

Zu einer Zeit, als die DDR noch keine zwei Jahre alt ist, erblicke ich in Bautzen das Licht der Welt. Vater Neulehrer, Mutter Kinderkrankenschwester, später Erzieherin. Für die Familie heißt das, alle paar Jahre umziehen – wo Pädagogen halt gebraucht werden: Kleinwelka, Königstein, Kipsdorf, Dippoldiswalde. Als Kind komme ich da schon beachtlich im Lande herum und erkenne bald: Sachsen ist schön, aber Dresden ist tausendmal schöner, denn hier sind die Großeltern zu Hause. Mein Großvater – ehemals Porzellanmaler in Meissen – nimmt mich oft an die Hand, zeigt mir die Stadt, ihre reizvolle Umgebung, die Sammlungen und Museen. Er ist es, der mir den Blick für die Schönheit Dresdens schärft und die Liebe zu Kunst und Kultur in mir erweckt. Dafür bin ich ihm noch heute dankbar. Dankbar bin ich auch meinen Eltern, denen ich insbesondere meine musische Erziehung verdanke. Ich besuche acht Jahre lang die örtliche Volksmusikschule, lerne Geige spielen, liebe noch heute klassische Musik.

1970 schließe ich in Pirna die Ausbildung zur Kindergärtnerin ab. Doch nach zwei Kehlkopfentzündungen ist es erst mal vorbei mit dem Sprech-Beruf. Diesen Einschnitt in mein Berufsleben habe ich lange nicht kitten können.

Mit 28 Jahren schließe ich ein vierjähriges Kultur-Fachschulfernstudium in Meißen ab und bin von da an im kultur-pädagogischen Bereich tätig. Nach der „Wende“ mache ich mich als lizenzierte Gästeführerin selbständig, gründe 2001 meine eigene Tourismus-Agentur für Stadtführungen in Dresden und beginne nach vielen zaghaften Anläufen und einem Fernlehrgang ernsthaft mit dem Schreiben, doch Schicksalsschläge drängen begonnene Projekte immer wieder in den Hintergrund.

Inzwischen habe ich sechs Bücher geschrieben und kann meine Tätigkeit als Gästeführerin sinnvoll mit meiner Schreibfreude verbinden. Ich habe noch reichlich Ideen für weitere Projekte. Zurzeit recherchiere ich für eine wahre Geschichte, die wieder im Dresden des 19. Jahrhunderts spielt und viel mit Musik, Musikinstrumenten und der einstigen Dresdner Hofkapelle zutun hat.

2 Responses to Über mich

  1. Hansen,Bernd 11. Februar 2015 zu 21:26 #

    Ich bin einer von denen, die Ihr sehr realistisch geschriebenes Buch
    „Die Regenmantelfrau“ praktisch erlebt haben und noch erleben.

    Hochachtung vor Ihrem Mut zu diesem Thema und für Ihr möglich 2.Buch zu diesem Thema, wozu ich ein guter Befrager sein könnte, aber bitte sehr vertraulich, denn auch ich müsste erst zu Ihnen Vertrauen haben müssen.

    Sollte ein Kontakt möglich werden, dann bitte über E-Mail

    Gruß Bernd

  2. Christine Fischer 12. Februar 2015 zu 13:00 #

    Danke, Bernd, für Ihr Lob zu meinem Roman „Die Regenmantelfrau“. Ja, ich habe viel recherchiert, um so realistisch wie möglich in die Materie einzudringen. Gute Resonanz erhielt ich fast nur von Betroffenen. Dabei ging es mir mit dieser Ehegeschichte vor allem um zwischenmenschliche Beziehungen, um Toleranz und Verantwortungsbewusstsein. Vielleicht findet der Roman nach der jetzt abgeschlossenen Überarbeitung auch bei der s.g. normalen Leserschaft Interesse. Mal sehen. Einen zweiten Teil wird es allerdings so rasch nicht geben, da mein Hauptinformant und Storylieferant leider verstorben ist. Sollte ich mich anders entscheiden, komme ich gern auf Ihr Angebot zurück. Versprochen!
    Herzliche Grüße aus Dresden!
    Henny Fischer

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