Entdeckt in Dresden-Laubegast

Wer auf dem Elberadweg flussaufwärts unterwegs ist, sollte in Laubegast am rechten Elbufer eine Raste einlegen. Und das aus drei guten Gründen. Erster Grund: der wohltuende Blick über die Elbe hinweg auf den ländlich bebauten ehemaligen Weinberg von Wachwitz.

Zweiter Grund: „Sommer’s Wirtshaus“ im traditionsreichen Volkshaus Laubegast mit kleinem Biergarten. Der Wirt hat ein Herz für die zahlreichen Radfahrer, die an seinem Haus vorbei radeln.

Dritter Grund: die „Mutter der deutschen Schauspielkunst“. Das in die Jahre gekommene und deshalb tiefschwarze Denkmal aus Sandstein erinnert an Caroline Friederike Neuber, genannt die Neuberin. Sie hatte Mitte des 18. Jahrhunderts den Hanswurst von der Bühne verbannt und sich dabei nicht nur Freunde gemacht. Trotz wachsender Konkurrenz, übler Intrigen und persönlicher Schicksalsschläge blieb sie ihrem künstlerischen Anspruch treu und bereitete damit der deutschen Schauspielkunst den Boden. Sie starb in Laubegast im Alter von 63 Jahren.

Ihre tragische Geschichte habe ich in die „Glücksorte in Dresden“ (Seite 70) aufgenommen. Vor ein paar Tagen lockte mich das schöne Wetter wieder einmal nach Laubegast. In den Biergarten des urigen Wirtshauses und natürlich auch zu der einst so mutigen „Neuberin“.

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